Koh Lanta, Koh Phi Phi, Maya Bay & Phuket, Thailand

13. Februar 2013
der Hammerausblick

Koh Lanta liegt sehr nahe am Festland und so geht es zweimal mit dem Auto nur für ein paar Minuten auf die Fähre. Die Insel ist ca. 15 km breit und 27 km lang, also nicht so klein und eigentlich eine Doppelinsel. Etwa auf der Hälfte des Weges werden wir an einem 7-Eleven abgeladen und, oh staune, der Abholservice unseres Hotels ist schon da. Wir haben im Süden von Koh Lanta im Lanta Marine Parkview Resort für € 27,50 die Nacht inkl. Frühstück einen Bungalow reserviert und hoffen das Beste.

Und wir werden belohnt! Der Bungalow ist zwar nichts Besonderes, aber es ist sauber und wir fühlen uns sofort wohl. Zur Abwechslung (und zu unserer Überraschung) haben wir sogar eine Klimaanlage. Aber das Beste ist der Ausblick von dem Restaurant auf die wunderschöne Kantiang-Bucht. Man schaut von einem hoch gelegenen Felsen auf einen sichelförmigen, ziemlich menschenleeren und nur mäßig bebauten Strand. Hier verbringen wir nicht gerade wenige Stunden und lassen einfach den Blick schweifen. Der Strand ist super, das Wasser auch, lediglich ein paar schattenspendende Bäume fehlen.

Der kleine übersichtliche Ort besteht nur aus wenigen Restaurants, kleineren Läden, einem ATM und 7-Eleven und strahlt eine angenehme, entspannte Atmosphäre aus. Kurz um, wir haben alles, was wir brauchen und fühlen uns pudelwohl!

Mit dem kleinen Essenstand „Rock´n Roll“ haben wir gleich einen Volltreffer gelandet und finden hier ein ausgezeichnetes Pad Thai mit Tofu für 50 Baht samt erfrischender Fruchtshakes. Der Besitzer sah uns jeden einzelnen Tag (manchmal gar zweimal!), den wir auf Koh Lanta verbrachten, begrüßte uns immer herzlich und brachte unser Essen samt Shake schon bald, ohne uns zu fragen, was wir wollen. Einmal gab er Hanna gar eine kleine kostenlose Kochstunde! Ricardo freut sich schon auf ein Pad Thai a la Hanna in Hamburg…

An unserem ersten Frühstücksmorgen lernen wir Jutta und Lothar aus Berlin kennen. Die beiden verbringen hier mehrere Wochen, sind sehr junggebliebene Rentner, super nett und geben uns ein paar Tipps zur Insel und unserem nächsten Ausflugsziel, Sri Lanka. In den nächsten Tagen laufen sie uns beim Frühstück über den Weg, so dass wir uns jeweils ein paar, stets angenehme, Stunden unterhalten.

Ansonsten verbringen wir die Tage am Strand, leihen uns einen Roller zur absolut sehenswerten Inselerkundung aus und planen unsere letzten Tage in Thailand. Als wenn das nicht Erholung genug ist, lassen wir uns auch mal wieder massieren. Abends lassen wir uns oft einen leckeren (wenn auch manchmal sehr scharfen) Papayasalad schmecken, kaufen uns ein Bierchen im 7-Eleven, welches wir dann auf unserer Veranda genießen und dabei eine Runde Backgammon spielen.

Wir beschließen noch einen Tauchausflug mit den Lanta Divers zu machen und steuern dabei Koh Phi Phi an, in deren Nähe die Tauchplätze Koh Bida Nok, Koh Bida Nai und Hin Bida zu finden sind. Direkt daneben liegt die Insel wo „The Beach“ gedreht wurde, namens Maya Bay. Das Boot, die Crew und das Essen bei den Lanta Divers war nicht zu toppen und das Tauchen, samt einem Schwarzspitzenriffhai, einem Leopardenhai und vielem mehr, wirklich super!

Jutta und Lother laden uns an einem Abend dann noch netterweise zum leckeren Abendessen am Strand ein und auch an unserem letzten gemeinsamen Abend hier gehen wir zu viert dinieren, lassen uns „Fried Red Curry mit Squid“ und einen Wels, den wir gemeinsam verspeisen, schmecken.

Koh Lanta hat uns von allen Inseln auf unserer Reise am besten gefallen und der Abschied fällt uns nicht leicht.

Da wir aber noch ein bisschen mehr (oder auch Meer!) von Thailands Inselwelt erkunden wollen, zieht es uns weiter nach Koh Phi Phi. Aufgrund der überteuerten Unterkünfte beschließen wir, nur einen Tagesausflug hierher zu machen und dann über Phuket weiter nach Kao Lak zu fahren.

Eine wirklich gute Entscheidung, wie sich noch rausstellen sollte!

Als wir nach ca. 1,5 Std. Bootsfahrt ankommen, trauen wir unseren Augen nicht. Der Pier ist voller Menschen und der Blick über die Walking Street ist noch übler! So voll hatten wir es hier nicht erwartet! Hier tummelt sich fast ausschließlich junges Partyvolk, was angesichts der eigentlich schönen Insel schade ist. Zum Genießen müsste man sich schon ein sehr einsames Fleckchen suchen!

Da wir ohnehin nicht viel Zeit haben, laden wir unser gesamtes Gepäck in einem Reisebüro ab und begeben uns auf die Suche nach einem Bootsfahrer, der uns nicht die üblichen 1500 Baht für 2 Personen für die kurze Überfahrt zum berühmten Maya Beach abknöpfen will. Da dies der Inseleinheitspreis ist, rechnen wir uns keine guten Chancen aus, finden aber doch einen der uns zumindest für 1200 Baht hinüberbringt.
Welch` unglaublich schönes Fleckchen Erde die „The Beach“ – Insel einst gewesen sein muss! Hier sieht man wirklich gut, was unkontrollierter (Massen-)Tourismus anrichten kann! In den Buchten treiben viele Plastikflaschen, es sind hunderte Schnorchler und Schwimmer im Wasser und „Der Strand“ ist so voll, das man den Sand vor lauter Menschen nicht sieht! Und da genau dieser Strand Nationalpark ist, wollen sie hier auch noch ordentlich abkassieren, während die anderen Strände in der Bucht (nur einige Meter weiter) nichts kosten! Da wir uns aber immer gefragt hätten, wie es da nun wirklich aussieht, waren wir nicht vollkommen enttäuscht, zumal es, fern der Massen, immer noch recht schön war.

Zurück geht´s nach Koh Phi Phi und da wir noch Zeit haben bis unser Boot nach Phuket geht, stärken wir uns mit Thai-Pancakes und Bananen-Shakes und machen uns auf zu unserem nächsten Ziel: dem Aussichtspunkt von Koh Phi Phi. Auf dem Weg dorthin werfen wir noch einen Blick auf den anderen Strand dem Loh Dalum, der zwar schön ist, aber einfach nicht unser Ding. Es ist brütend heiß, aber der Aufstieg lohnt sich definitiv. Bei der Aussicht verschlägt es uns den Atem und es war der Aussichtshöhepunkt der bisherigen Reise! Wir hätten dort ewig sitzen können, aber unsere Weiterfahrt steht ja an.

Unserer Meinung nach wurde die Chance, Koh Phi Phi nach dem heftigen Tsunami besser und anders zu gestaltet, ziemlich vergeigt. Die Insel an sich ist nämlich sehr schön, die Art der Bebauung und die Atmosphäre aufgrund der vielen Partyleute aber ganz und gar nicht.

Die Fähre nach Phuket ist schön groß und zur Unterhaltung zeigen sie James Bond – „Ein Quantum Trost“. Aber Hanna kann nicht lange gegen die von der Reisetablette hervorgerufene Müdigkeit ankämpfen und nimmt eine „Abkürzung“.

Auf Phuket angekommen treffen wir mal wieder auf die Taximafia. Mangels Alternative beißen wir in den sauren Apfel und lassen uns zum Busbahnhof bringen. Wir müssen nur eine Stunde warten, essen eine Kleinigkeit und dann geht es einmal durch Phuket, Thailands größter Insel, Richtung Kao Lak.

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