Bangkok & Ayutthaya, Thailand

28. Oktober

Der Flug von Yangon dauerte nur 1h 20min. und schon waren wir in Bangkok. Rein ins Taxi und ab in die Backpackergegend von Bangkok, in der wir uns nach einem Hostel umsehen wollten. Nach dem zweiten Anlauf fanden wir auch etwas Passendes mit eigenem Bad, Klimaanlage, Fernseher und (am wichtigsten) Wifi im Zimmer. Auch wenn es hier von Touris nur so wimmelt, gefiel uns Bangkok doch besser als erwartet. In unserer Straße reihen sich verschiedenste Verkaufs- und Essensstände aneinander und man (vor allem Hanna) muss sich echt zusammenreißen, um nicht an jeder Ecke was zu kaufen. Dank des Tipps von Vera und Henning (wieder einmal) haben wir auch schnell unseren neuen Lieblingsessensstand entdeckt. Hauptspeisen wie Pad Thai und Currys für 1 €, leckere Fruchtshakes für 0,50 €!!! Ein Paradies!

Nach einer erholsamen Nacht (endlich mal ohne Moskitonetz) ging es am nächsten Tag zum vietnamesischen Konsulat, um unser Visum zu beantragen. Und als nette Abwechslung gab es dort kein wildes Durcheinander und keine langen Warteschlangen. Aber den Preis hatten sie mal eben verdoppelt. Auf 60 Dollar für das einfachste Visum! Autsch!

Danach erkundeten wir zu Fuß ein bißchen die Innenstadt von Bangkok. Auf der Suche nach einem Kino (der neue James Bond sollte ja bald anlaufen…) zog es uns in ein riesiges Einkaufszentrum. Doch für den Film mussten wir uns noch ein paar Tage gedulden. Als Entschädigung gab es dafür spontan super leckeres Sushi. Yammi!

Wir entschieden uns dafür, eine Woche in Bangkok zu verbringen, da uns die letzten Wochen und vor allem Myanmar doch ganz schön geschlaucht haben. Der Akku musste erstmal aufgeladen werden und manche wird es wundern, wieso gerade in Bangkok, aber wir fanden es hier entspannt. Ganz und gar nicht gefiel uns, dass die meisten Thais, die in irgendeinerweise mit Kunden zu tun hatten, derart unfreundlich waren, dass man sich manchmal zusammenreißen musste, um nicht ausfallend zu werden. Ist uns einmal leider nicht gelungen…

Wir erkundeten in den nächsten Tagen „unser Viertel“ und zogen durch die Khao San Road. Es gab wirklich viel zu sehen, aber es war für unseren Geschmack zu viel los und wir waren froh, in einer ruhigeren Seitenstraße zu nächtigen.
Nachdem wir uns die Zugtickets für unsere Fahrt nach Laos gekauft hatten, entschieden wir uns spontan dafür nach Ayutthaya zu fahren (keine 0,50€ pro Ticket), einer kleinen Stadt zwei Stunden von Bangkok entfernt. In dieser Unesco-Welterbestätte und an den sie umgebenden Flüssen erheben sich viele historische Tempel. Der nächste Zug ging in 5 Minuten, also los zum Gleis! Naja, faktisch ging er eine Stunde später, aber wir hatten ja Zeit. In Ayutthaya angekommen mieteten wir uns schnell zwei Fahrräder und los ging es. Die Landschaft mit den Tempeln war zwar schön, haute uns aber nicht um. Kann mit Bagan leider kein Stück mithalten. Aber es war trotzdem ein gelungener Tag und erschöpft fuhren wir zurück nach Bangkok.

Am vierten Tag konnten wir dann bereits unsere Visa für Vietnam abholen. Doch mit Schrecken stellten wir fest, dass auf dem Visum ein konkretes Ein- und Ausreisedatum draufstand (15.11.-15.12.). Wir hatten uns doch vorher extra erkundigt, ob man (wie es meistens der Fall ist) innerhalb der nächsten 3 Monate einreisen kann und das einmonatige Visum dann ab der Einreise zählt. Aber da hatte uns der Mann vom Konsulat wohl missverstanden. Eine Änderung des Datums hätte für jeden von uns nochmal 10€ gekostet und unser Problem ist ja, dass wir vorher noch nach Laos fahren und das genaue Einreisedatum nach Vietnam nicht kennen. Naja, das kriegen wir schon hin!

Und jetzt erstmal ab zum Kino! Perfektes Timing! Der nächste James Bond fängt in 10 Minuten an. Diesmal waren wir klamottenmäßig gerüstet für die Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt. Und es hat sich gelohnt! Guter Film; grandioser Javier Bardem!
Ansonsten durchforsteten wir Einkaufzentren und genehmigten uns einen Drink im 52. Stock eines schicken Hotels mit grandioser Aussicht. Die Skybar im 59. Stock war leider seit 2 Wochen geschlossen und fungiert jetzt nur noch als Restaurant. Da ein Essen aber unser Budget gesprengt hätte, genossen wir nur kurz die 360-Grad-Aussicht, aber es hat sich definitiv gelohnt.

Am Samstag ging es dann nach einem leckeren Frühstück zum Chatuchak-Markt im Norden Bangkoks. Es erwartete uns das absolute Shopping-Paradies! Hanna kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Der Markt war riesig und von jedem Gang zweigten zahlreiche Stände ab. Es gab alles, was das Herz begehrt: Kleider, Schuhe, Taschen, Schmuck, bedruckte T-Shirts, Deko, Essen und leider auch kleine Welpen. Ricardo musste Modepolizei und Schatzmeister zugleich sein und Hanna regelrecht bremsen. Am Ende verließen wir den Markt mit 3 Kleidern für insgesamt 10€ (!), die trotz Einheitsgröße super passten, und machten uns nach Chinatown auf. Dort schlenderten wir durch die Gassen und fuhren per Boot wieder zurück, um uns (vor allem Ricardo, der tapfer durchgehalten hat) nach dem anstrengenden Shoppingtag mit leckerem Essen zu belohnen.

Jetzt haben wir wieder Energie getankt und es kann heute Abend per Nachtzug weitergehen nach Vientiane, Laos.

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