Hong Kong

20. März 2013
Skyline von Hong Kong

Nach 2,45 ruckeligen Stunden im A 380 landen wir in Hong Kong.

Am Flughafen werden wir erfreulicherweise von Rainer, einem Freund von Hanna´s Eltern, abgeholt. Nach über 7 Monaten genießen wir es richtig, in Empfang genommen zu werden.

Per Taxi geht es in die Wohnung von Angela, einer Bekannten von Rainer und Claudia, die uns überraschend und netterweise ihre Wohnung in Kowloon, nahe der Mong Kok Station, zur Verfügung stellt.
Sie befindet sich im 17. Stock, hat eine große Dachterrasse und gefällt uns sofort. Zudem findet direkt in der Straße ein täglicher Markt statt, wo lauter frischer Fisch, Obst, Gemüse und vieles mehr verkauft wird.
Wir laden nur schnell unsere Sachen ab und Rainer nimmt uns mit auf eine abendliche Sightseeingtour durch Hong Kong. Er händigt uns netterweise zwei aufgeladene Metrokarten aus, sodass wir nicht jedes Mal zum Ticketkaufen anstehen müssen, und zeigt uns u.a. die beeindruckende Skyline, wo gerade um 20 Uhr die Lichtshow stattfindet. Mehr Hochhäuser auf einem Haufen haben wir selbst in New York nicht gesehen.

Wir laufen noch ein wenig durch die Gegend, bekommen allerlei von ihm gezeigt und finden uns schließlich mit seiner Frau Claudia und Jens, einem gemeinsamen Bekannten, in einem Irish Pub wieder. Nach einem lockeren Bierchen geht es in die hinteren Räume zum Abendessen. Das Essen schmeckt ausgezeichnet, die Stimmung ist gut und es ist ein rundum gelungener Abend. Gegen 24 Uhr machen wir uns mit der Metro auf den Heimweg, duschen noch schnell und fallen müde ins gemütliche Bett.

Tags darauf müssen wir unser China Visum bei einer Agentur beantragen. Da Donnerstag ist und wir Sonntag nach China wollen, müssen wir in den sauren Apfel beißen und das Expressvisum nehmen. Dieses kostet über 100 € pro Person! Ohne das Wochenende dazwischen kämen wir mit 35 € davon. Den kleinen Schock müssen wir erst einmal verdauen.
Wir organisieren uns noch eine SIM-Karte, gehen in einem chinesischen Schnellrestaurant essen und kaufen im Supermarkt ein paar Lebensmittel ein.
In einem Einkaufszentrum nahe der Wohnung geht es noch auf Internetrecherche bezüglich einer möglichen Heimfahrt mir der Transsibirischen Eisenbahn.

Den nächsten Tag starten wir mit einem Rundgang auf der „Avenue Of Stars“, wo es neben etlichen Sternen von asiatischen Stars auf dem Boden, auch eine Bruce Lee-Statue zu sehen gibt. Glücklicherweise verziehen sich die Wolken (oder der Smog) und die Sonne kommt durch.
Bei diesem Wetter lohnt sich ein Abstecher zum „ The Peak“ und so begeben wir uns mit der „Star Ferry“ rüber nach Hong Kong Island. Per Bus geht es durch ein paar beeindruckende Teile der Insel zum Ticketschalter der „Peak Tram“. Dies ist eine alte Seilbahn, die einem den äußerst steilen Weg nach oben erleichtert.
Nachdem wir eine geschlagene Stunde anstehen müssen, kommen auch wir endlich zum Zug.
Schon auf dem Weg nach oben beeindruckt die Skyline.
Ist man oben angekommen, hat man dann wirklich einen genialen Ausblick über weite Teile von Hong Kong.
Auf der Aussichtsplattform sind wir so gut wie alleine und können so unbedrängt Fotos machen.
Hiernach gehen wir dann noch ein Stück des schönen Rundweges um den Peak.

Pünktlich um 17 Uhr halten wir dann unser China Visum in den Händen, gehen danach in die Wohnung, machen uns schnell frisch und treffen uns um 19.30 Uhr mit Rainer und Claudia, die uns mit zu ihrem freitagabendlichen Stammtisch nehmen. Es gibt ausgezeichneten Wein und die beste Pizza der Reise; diese Mengen an Essen sind unsere Mägen gar nicht mehr gewohnt. Auch dieser Abend gefiel uns wieder sehr, auch wenn wir etwas underdressed waren.

Am Samstag geht es noch einmal rüber nach Hong Kong Island, wo wir den Man Mo Tempel besichtigen und durch die Gassen schlendern. Danach setzen wir uns in die einzige hölzerne Doppeldeckerstraßenbahn(en) der Welt und lassen uns quer über die Insel fahren.

Auch an unserem letzten Abend nehmen sich Rainer und Claudia Zeit für uns und zeigen uns eine schöne Skybar mit wundervollem Ausblick auf Hong Kong´s Skyline. Nach einem leckeren Umtrunk und „Tapas nach Hong Kong Art“ geht es ins bunte und wilde Soho, wo eine Bar an die nächste gereiht ist. Es ist besonders viel los, da gerade die alljährlichen Hong Kong Sevens, ein großes Rugby-Turnier, stattfindet. Wir schauen uns das Treiben ein wenig an und gehen für einen Happen plus Bierchen in eine Bar, wo wir noch ein Plätzchen finden. Weiter geht es zu einem deutschen Spezialitätenrestaurant, wo wir ein paar typisch deutsche Leckereien probieren und noch ein Gläschen zum Abschluss trinken.

Auch und vor allem dank der beiden, die uns den Aufenthalt hier mehr als versüßt haben, sowie der Wohnung von Angela, war Hong Kong für uns ein super tolles Erlebnis und ein Kurzurlaub auf unserer Reise.

Nach einer weiteren erholsamen Nacht geht es von Hong Kong nach Shenzhen in China, wo wir die Grenze passieren und von dort weiter nach Guilin fahren.

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