Beijing & Mutianyu (Great Wall), China

03. April 2013
Welch schöner Anblick!

Da wir für die Fahrt nach Beijing wieder ein Ticket für einen „Bullet Train“ ergattern konnten, dauert die Fahrt ca. 3 Stunden.

Wir checken im, nicht gerade gemütlichen, aber absolut funktionstüchtigen und sehr zentralen „Beijing City Central Youth Hostel“, 200m vom Hauptbahnhof, ein und fahren mit der U-Bahn ein paar Stationen zum größten öffentlichen Platz der Welt, den 440.000 qm großen „Tian´anmen Square“. Hier befinden sich auch einige wichtige Regierungsgebäude, die meist kommunistischer nicht sein könnten. Um aber überhaupt auf den Platz zu gelangen, muss man erst einmal die Sicherheitskontrolle durchlaufen und wird anschließend von dutzenden Videokameras überwacht.
Die meisten Besucher waren, wie immer, die Chinesen selbst, die sich hier allzu gerne fotografieren lassen oder einfach entspannen zwischen all den Menschen.

Einen Besuch ist dieser riesige Platz aber schon aufgrund seiner Größe allemal wert.

Da wir uns mittlerweile dafür entschieden haben, von Beijing nach Moskau mit der Transsibirischen Eisenbahn zu fahren, geht es am nächsten Morgen zum russischen Konsulat, wo wir ein Express- Transit-Visum beantragen wollen. Unfreundlichere und hochnäsigere Konsulatsmitarbeiter als diese speziellen Exemplare sind sicher schwer zu finden. Unsere mitgebrachten Formulare werden uns regelrecht wieder entgegen geschmissen mit dem Hinweis, dass wir mehr Kopien zu machen haben und noch unsere Bestätigung der Reiseversicherung ausdrucken müssen. Also auf zum nächsten Copy Shop. Glücklicherweise befindet sich der ganz in der Nähe und mit ein paar chinesischen Renminbi können wir dann die restlichen Unterlagen besorgen.

Weil das Express-Visum noch ein paar Stunden dauern würde, beschließen wir die Zeit zu nutzen und fahren per Taxi zum bekanntesten und wohl auch größten Lama Tempel außerhalb Tibets. Hier gibt es u.a. auch ein paar Gebetsmühlen und Buddha Statuen zu bestaunen.

Nach der Tempelbesichtigung geht es zurück zum Konsulat, wo wir unsere Visa in Empfang nehmen können.
Da der Hunger ruft, entscheiden wir uns danach für das in der Nähe des Konsulats liegenden „Baihe Courtyard“, einem vegetarischen Restaurant, wo man u.a. auch die vegetarische Version der Peking Ente kosten kann.
Leider hatten sie vor ein paar Monaten das Menü geändert, so dass wir auf das vegetarische Hühnchen ausweichen müssen. Lecker ist es trotzdem!

Danach fahren wir zum „Birds Nest“, dem Olympiastadion von Beijing für die Spiele von 2008. Da es zwischenzeitlich zu regnen angefangen hat, drehen wir nur eine Runde um das Stadion, schauen uns noch die Schwimmhalle an und machen uns dann auf den Rückweg zu unserem Hotel. Da am nächsten Tag endlich die chinesische Mauer auf dem Programm steht, gehen wir früh in die Federn.

„He who has not climbed the Great Wall is not a true man” – Mao Zedong

Da sich mittlerweile die Busnummer für die Fahrt nach Mutianyu geändert hatte, gestaltet sich die Suche nach eben diesem, schwierig. Aber nach 15 Minuten herumirren, finden wir schließlich den richtigen Bus. Für Mutianyu hatten wir uns entschieden, da die Mauern und die Wachtürme noch sehr gut erhalten sind und es weniger touristisch als Badaling ist. 1,5 Std. später sind wir schon da und können die ersten Blicke auf die Mauer erhaschen. Schon jetzt ist der Anblick, auch wenn es nur ein kurzer Mauerabschnitt ist, einfach atemberaubend. So beeilen wir uns und entscheiden uns dafür, nicht wie die meisten mit der Seilbahn zu fahren, sondern hoch zu laufen. Es ist noch ziemlich kühl, aber wir legen ein gutes Tempo hin und kommen schnell ins Schwitzen. Oben angekommen kennt unsere Freude keine Grenze! Dass wir hier oben wirklich mal stehen würden, hätten wir nicht gedacht. Wir machen ein paar Fotos, freuen uns weiterhin wie kleine Kinder und kraxeln die Mauer entlang. Da es ständig auf und ab geht und die Stufen verschieden hoch und lang sind, ist es zwar ziemlich anstrengend, aber das nehmen wir gerade gerne in Kauf.

Wir schauen uns mehrere Wachtürme an und genießen die sagenhafte Aussicht auf die Landschaft und den Verlauf der Mauer, den man ein gutes Stück weit überblicken kann. Bei dem ganzen Gebirge drum herum, fragt man sich einmal mehr, wie dieser gigantische Bau überhaupt vollendet werden konnte.
Nach 2 Stunden des Auf- und Ablaufens sind wir erschöpf und beschließen mit der Rodelbahn (ja, so etwas gibt es hier!) hinunter zu fahren. Auf diese Weise kommt man schneller wieder runter und einen Menge Spaß macht das Ganze auch.

Da nicht allzu viele Busse fahren, ist das Gedränge beim Einsteigen groß. Mit etwas Geschick (da haben wir doch noch etwas in Asien gelernt) schaffen wir es aber einen Platz zu ergattern. Der Bus quillt aus allen Nähten und wir sind froh, nach dem Geklettere auf der Mauer nicht 1,5 Stunden stehen zu müssen. Unsere Freude wert nicht lange, da es nach ca. 30 Minuten zu einer nicht mehr reparierbaren Panne kommt. Wir müssen den Bus wechseln und das Gedränge wird natürlich nicht weniger, aber dank Hanna finden wir auch hier noch einen Platz. Der Rückweg dauerte aufgrund der Panne locker doppelt so lange.

Weil es unser letzter Abend in Beijing ist, beschließen wir diesen gebührend abzuschließen. Und was könnte man Besseres machen, als in dieser Stadt eine Peking Ente in einem der besten Restaurants zu verspeisen!?
Also lassen wir uns in das „Beijing Dadong Roast Duck Restaurant“ bringen. Unsere Trekkingbekleidung passt, wie wir gleich bemerken, nicht ganz, einen schönen Tisch in der Ecke (wahrscheinlich wegen unserer Kleidung) bekommen wir trotzdem. Die Ente wird direkt am Tisch zubereitet und schmeckt hervorragend. Wir werden zwar vom Nachbartisch angestarrt als wären wir Aliens, unserer guten Laune kann das aber nichts anhaben. Unserem Portemonnaie nach Bezahlung leider schon!

Da unsere Transsibirien-Fahrt erst am Abend losgeht, haben wir am letzten Tag noch genügend Zeit, um uns die berühmte Forbidden City anzuschauen, die ihren Namen dadurch bekam, dass das „einfache Volk“ hier keinen Zutritt hatte. Die Stadt ist auch der größte und besterhaltende Komplex historischer Gebäude in China und wurde aufgrund ihrer historischen Gebäude zum Weltkulturerbe erklärt.

Geführt durch einen Audio-Guide laufen wir durch die Verbotene Stadt, schauen uns zig Paläste an und erfahren ein bisschen mehr von dem Leben der Kaiser, sowie deren Familie aus den Zeiten der Ming und Qing Dynastie.

Danach geht es in Chinas Inn Viertel, wo sich ein hipper Klamootenladen an den anderen reiht und in dessen Nähe auch der Drum und Bell Tower stehen.

Nach ein paar Klamotteneinkäufen geht es zurück zum Hotel, wo es ans Sachen packen geht. Wir haben uns ordentlich mit Proviant versorgt und duschen noch ein letztes Mal, da wir die nächsten 6 Tage ohne diese Annehmlichkeit auskommen müssen!

Frisch geduscht laufen wir nur über die andere Straßenseite zum Bahnhof und erfüllen uns einen weiteren Traum: Der Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn von Beijing nach Moskau!!!

Unsere China-Erfahrung war viel besser als wir uns das vorgestellt hatten. Die Menschen waren sehr freundlich und neugierig und versuchten trotz der Sprachbarriere mit uns ins Gespräch zu kommen. Am besten lernt man die Menschen hier wohl im Zug kennen, auch wenn dies ob der Überfüllung und des Rauchens auch mal anstrengend sein kann.

Ein klares Manko bei einem China Besuch sind natürlich die Umweltverschmutzung, die an einigen Orten kaum noch die Sonne durchlässt, sowie die Zensur in China. Wir konnten (außer in Hong Kong) weder auf Facebook, noch auf unseren Blog zugreifen. Über die Politik wollen wir uns an dieser Stelle auch nicht weiter auslassen und können dieses Land, schon aufgrund der Menschen, wärmstens empfehlen!

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Xian & Pingyao, China

30. März 2013
Terrakotta Armee

Die Fahrt um 22 Uhr mit dem modernen Hochgeschwindigkeitszug CRH2 bis nach Xian in der Provinz Shaanxi dauert trotz Geschwindigkeiten von bis zu 350 Km/h immer noch 10 Std.

Als wir uns gerade mit dem Weg per U-Bahn zu unserem Hotel beschäftigen und dabei am Fahrkartenautomaten scheitern, lernen wir einen Chinesen kennen, der sich der einfachhalthalber Swift nennt. Er hat zufälligerweise den gleichen Weg und führt uns noch netterweise bis zu unserem Hotel, dem „Han Tang Inn“. Wir tauschen Nummern aus und verabreden uns lose.

Sehr zufrieden mit unserer Hotelwahl, lassen wir uns ein kleines Frühstück schmecken und machen uns anschließend auf zum „Tomb of Emperor Jingdi“ einer Grabstätte, ähnlich der Terrakotta Armee.
Da es seit kurzem eine U-Bahnverbindung zu der Busstation gibt, die die Grabstätte anfahren, ist es leicht möglich die Fahrt auf eigene Faust zu machen. Wir verpassen leider den anschließenden Bus, da unser Hotelpersonal uns die falsche Haltestelle nennt. So haben wir noch gut zwei Stunden Zeit tot zu schlagen, die wir mangels Alternativen in einem Fast-Food Restaurant verbringen.

Die anschließende Busfahrt dauert ca. 40 Minuten. Wir kaufen uns zwei Tickets, besichtigen die insgesamt 21 Grabanlagen im Untergrund und sind ob der Detailliertheit der einzelnen Relikte begeistert. Über einige der Kammern geht man mittels eines Glasbodens drüber, so dass man einen etwas anderen Blick auf die einzelnen Relikte werfen kann. Nach 2 Stunden machen wir uns auf den Rückweg, essen noch etwas in unserem Hotel und relaxen.

Da der Hauptgrund unseres Xian-Besuches die weltberühmte Terrakotta Armee ist, machen wir uns am nächsten Morgen vom Hauptbahnhof in Xian per Bus dorthin auf. Die Fahrt dauert eine Stunde und wir werden gleich von einer Führerin in Empfang genommen. Da der Preis, den sie uns anbietet okay ist und wir auch etwas über die Terrakotta Krieger wissen wollen, willigen wir ein. Insgesamt sind drei Grabkammern für die Besucher zugänglich. Wir beginnen mit der kleinsten Kammer in der 72 Krieger und Pferde zu sehen sind. Es wird angenommen, dass diese Kammer das Hauptquartier darstellt, da in ihr die höherrangigen Offiziere zu sehen sind.

In Kammer 2 sind ca. 1300 Krieger, von denen einige besonders gut erhalten sind, so dass man noch die Farbe der Rüstung erkennen kann.

Die dritte Kammer ist mit 2000 Terrakotta Kriegern die Größte. Leider sind die Statuen nicht alle in einem großen Raum, sondern durch Wände voneinander getrennt, so dass das Ganze dann doch nicht so eindrucksvoll ist, wie man sich das vorgestellt hat. Da alle Krieger individuell gestaltet wurden (Rüstung, Frisur und Schuhe) ist das Ganze aber trotzdem beeindruckend.

Am frühen Abend treffen wir uns noch mit Swift, der seine Mutter im Gepäck hat, die nach seinen Erzählungen einfach neugierig auf uns war. Die zwei halfen uns kurz dabei wintertaugliche Jacken zu einem Nicht-Touristen-Preis zu kaufen und laden uns danach noch zum Essen im Muslim Quarter ein. Er und seine Mutter sind super nett und wir haben mit ihnen einen der schönsten Abende in China.

Da wir aber noch am selben Tag ein Zugticket nach Pingyao haben, war er viel zu kurz. Wir schauen uns noch gemeinsam den Drum- und Belltower an und machen Fotos, bevor wir uns verabschieden müssen.

Die Zugfahrt startet um 20.46 Uhr und um 5.30 Uhr kommen wir an unserer nächsten Station in China an. Pingyao liegt in der Provinz Shanxi und gilt als Chinas am besten erhaltene antike Stadt mit einer Stadtmauer. Wir checken im schönen Harmony Guesthouse ein, ruhen uns kurz aus und begeben uns dann auf „Zeitreise“ in Pingyao. Diese alte Stadt ist wirklich faszinierend und gibt einen guten Einblick in die Architektur des alten Chinas. Ihre Stadtmauern datieren aus dem Jahr 1370, sind 10 m hoch und auf ihren 6 km befinden sich 72 Wachtürme.
Bevor wir aber die Mauer erklimmen, schauen wir uns den Konfuzius Tempel, sowie zig weitere Tempel und Museen an, steigen auf den „City Tower“, Pingyao höchstes Gebäude, und können uns kaum an dieser schönen Stadt satt sehen. Zwischendurch gibt es zur Stärkung leckere Nudelsuppe und gefüllte Teigtaschen (Jiaozi) und nach 5 Stunden Stadtbestaunung geht es auf die Stadtmauern, wo wir noch einmal die Aussicht genießen, uns aber von den 6 km auf vielleicht 60 m beschränken!

Erschöpft geht es zurück zum Hotel, wo schon die heiße Dusche wartet. Nach einem langen, schönen Tag schlafen wir früh ein und machen uns gegen 5 Uhr morgens auf dem Weg zum Bahnhof.
Über Taiyuan geht es in Chinas Hauptstadt Beijing.

Yangshuo & Shanghai, China

25. März 2013
Skyline von Shanghai

Guilin empfängt uns, nach einer Nacht im Schlafabteil, unter einer dicken Smog-Wolke. Hoffentlich zieht sich das nicht durch unseren gesamten China Aufenthalt! Die riesige Smog-Wolke über Peking hat sich ja mittlerweile Richtung Japan verzogen.

Der Bahnhof Guilin-Nord könnte kommunistischer nicht aussehen und mit dem ganzen Smog dazu passt es irgendwie in das Bild, was wir von China hatten. Dass dieses Bild ganz und gar nicht stimmte, werden wir noch erfahren…

Da der Bus uns vor der Nase wegfährt, teilen wir uns mit einem französischen Pärchen den Preis für eine teure 1,5 stündige Taxi-Fahrt nach Yangshuo, einer der Top-Destinationen in China.

Der relativ kleine Ort liegt direkt am wunderschönen Li-River, der durch seine herrliche Landschaft inmitten von Karstbergen besticht und auch der Hauptgrund für einen Besuch ist.

Wir checken in einem Hotel direkt am Fluss ein, frühstücken und machen gleich eine Bootstour auf dem Li River. Der Smog hat sich nicht wesentlich verbessert, aber die Aussicht ist trotzdem sehr schön. Die Fahrt geht flussaufwärts und auch Ricardo muss ein wenig mithelfen und uns per Bambusstock durch den Fluss manövrieren. Am Ufer sehen wir stellenweise die Kormoran-Fischer dösen, die die Vögel darauf trainiert haben, für sie nach den Fischen im Fluss zu jagen.

Nach der Fahrt gehen wir in einem vegetarischen Restaurant lecker essen und machen anschließend einen Spaziergang durch die Stadt.

Was uns bei unserem Aufenthalt in Yangshuo gleich aufgefallen ist, sind die vielen chinesischen Touristen, während wir vielleicht 20 ausländischen Touristen begegnet sind. Das sollte sich bei allen anderen Stationen in China so fortsetzen. Die Chinesen sind die Haupttouristen in ihrem Land.

Da es in Yangshuo relativ kalt ist, sind wir über die Klimaanlage mit Heizung froh und verbringen eine angenehme Nacht in unserem Hotel. Da der nächste morgen nichts als Platzregen zu bieten hat, verzichten wir notgedrungen auf die geplante Radtour durch die umliegenden Dörfer. Stattdessen buchen wir ausnahmsweise alle Unterkünfte für China im Voraus und suchen online nach Zugtickets.

Gegen 16 Uhr besteigen wir den Bus und fahren zum Westbahnhof von Guilin. Dort kaufen wir uns am Schalter einige Zugtickets im Voraus und machen uns auf die lange 25 stündige Fahrt im Hard-Seat! nach Shanghai. Da es leider keine anderen Tickets mehr gab, beißen wir in diesen äußerst sauren Apfel. Wir sitzen, getrennt durch einen Gang, nebeneinander auf einer Dreierbank. Der Zug platzt aus allen Nähten, überall wird in Ketten geraucht und unsere Sitznachbarn spielen Schrottmusik aus ihren Schrott-Handyboxen. Nett und unterhaltsam sind sie trotzdem. Da aber die Klimaanlage auf „Antarktis“ eingestellt war, begeben wir uns nach 6 kalten und harten Stunden in den Speisewaggon. Da Hanna in 30 Minuten Geburtstag hat, wollen wir etwas gemütlicher reinfeiern. Allerdings müssen wir uns den Aufenthalt dort erkaufen, in dem wir jeder eine Lunchbox kaufen, wo lauter seltsame Dinge drin sind, wie z.B. getrockneter Fisch und gepökeltes Fleisch. Einen warmen Tee bekommen wir oben drauf, welcher natürlich mehr als gelegen kam. Die vielen Schaffner unterhalten sich ungeniert über uns, sind aber ebenso nett wie neugierig. Pünktlich um 24 Uhr stoßen wir auf Hannas Geburtstag an; stilvoll nach chinesischer Bahnfahrtart! Nachdem Ricardo von Hannas Geburtstag erzählt, bekommt sie prompt eine frisch zubereitete Nudelsuppe als Geburtstagsgeschenk! Und da der Oberschaffner mag, wie Ricardo auf Chinesisch „Herzlichen Glückwunsch“ sagen kann, bekommt auch er ein Süppchen! Hier schaffen wir es auch für eine Stunde zu schlafen, ehe wir um 5 Uhr morgens wieder rüber in die Kältekammer müssen.

Geschlagene elf weitere Stunden später kommen wir endlich in Shanghai an, schnappen uns ein Taxi und holen den Schlüssel für „unsere“ Wohnung in Shanghai ab. Denn auch hier haben wir wieder Glück und Sebastian, ein Arbeitskollege von Hanna´s Vater, überlässt uns seine Wohnung während er selber im Urlaub ist. Die Wohnung liegt in dem wohl besten Viertel Shanghais „French Concession“. Wir laden unsere Sachen ab, machen uns frisch und begeben uns auf die Suche nach einem netten Restaurant, wo wir auf Hanna´s Geburtstag anstoßen können. In diesem Viertel ist das nun wirklich kein Problem und so schlemmen wir uns durch die chinesische Karte und stoßen wieder einmal mit einem Gläschen Tee an. Das einzig hilfreiche Mittel gegen die, für uns inzwischen ungewohnte, Kälte. Zurück in der Wohnung werden über Skype noch Geburtstagsgrüße empfangen und ab geht es ins gemütliche Bettchen.

Am nächsten Tag laufen wir durch das Viertel und erkunden die engen und belebten Gassen im French Concession. Hier gibt es allerhand zu sehen und es fällt schwer sich in dem Wirrwarr zurecht zu finden. Wir schlendern durch die Gassen bis es dunkel ist und fahren dann mit dem Taxi zu einem der Wahrzeichen Shanghais, „The Bund“. Wir laufen am Wasser entlang und sind beeindruckt von dem Häusermeer auf der anderen Flussseite. Die einzelnen Wolkenkratzer sind natürlich, typisch China, im grellen Neonlicht gehalten, lassen sich aber wirklich schön ansehen.

Für den nächsten Tag haben wir uns einen Rundgang aus dem Lonely Planet rausgesucht, der ebenfalls am „The Bund“ entlangführt. Wir starten bei der russischen Botschaft, schauen uns riesige Gebäude-Komplexe an und schlendern, diesmal bei Tageslicht, die Promenade entlang. Bei Tag sind der Hafen und all die Gebäude nicht weniger imposant. Nach weiteren vielen Fotos, bis es dunkel geworden ist, gehen wir noch ein bisschen auf Shoppingtour, kaufen uns etwas zu essen und nehmen ein Taxi zurück in die Wohnung, wo wir uns bei einem guten Film aus Sebastians DVD-Sammlung unser Essen schmecken lassen und den Tag ausklingen lassen.

An unserem letzten Tag laufen wir noch einmal durch Shanghais schöne Gassen, bevor die Schlüsselabgabe für die Wohnung mit Sebastians Freunden ansteht.

Da wir noch etwas Zeit haben, gehen wir, samt Gepäck, um die Ecke auf ein Abendessen, bevor es zum Bahnhof geht, wo nach 4 Tagen Shanghai eine weitere lange Bahnfahrt nach Xian ansteht.

Shanghai hat uns wirklich gut gefallen. Die Leute waren nett und hilfsbereit und die Stadt hat einiges zu bieten! Auch hier könnte man es noch eine Weile aushalten…