Sipadan, Malayisch-Borneo

5. September

Endlich ist es soweit. Heute stehen 4 Tauchgänge bei einem der besten Tauchplätze überhaupt auf dem Plan. Sipadan! Einer unserer Dive-Spots namens Barracuda Point wurde gerade als bester Tauchplatz weltweit gewählt. Unsere Erwartungen sind entsprechend hoch.

Am ersten Tauchspot „Southpoint“ gab es gleich jede Menge große Tiere zu sehen: Weissspitzenriffhaie, graue Riffhaie, Barracudas, Green Turtles!!! Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Was sollte denn jetzt noch kommen?

Unsere Guides schlugen vor, den nächsten Tauchgang ins tiefe Blaue zu machen und meinten, bei 9 von 10 Malen sieht man da zwar gar nichts, aber es gab ja diese kleine 10 %ige Chance… Dort im tiefen Blauen zu tauchen ohne auch nur den Grund zu erahnen war schon etwas merkwürdig. Doch nach ca. 35 Minuten tauchte wie aus dem Nichts etwas großes Silbernes neben uns auf. Es waren zwei Hammerhaie! Also gingen wir auf 25 Meter Tiefe herunter und erblickten eine ganze Gruppe von ca. 50 Hammerhaien. Uns fiel die Kinnlade runter! Diesen Anblick werden wir nie mehr vergessen. Unser Guide hatte seit 4 Monaten keine mehr gesehen und umarmte uns unter Wasser überschwänglich. Wir bekamen unser Lächeln für Tage nicht mehr aus dem Gesicht.

Die letzten beiden Tauchgänge gingen dann zum Barracuda Point. Dort sahen wir eine riesige Schule von Barracudas, Napoleonfische, große Zackenbarsche, weitere Haie und eine Hawksbill-Schildkröte. Ein unvergesslicher Tag!

Erschöpft ging es früh ins Bett, denn am nächsten Tag sollte es weiter gehen mit tauchen. Im Black Ray Channel / Kapalai sahen wir zwei Adlerrochen unter uns vorbeischwimmen und erblickten mehrere Blaupunktrochen. Danach tauchten wir unter einer Plattform und entdeckten jede Menge Krokodilfische, 2 große Barracuda, einen Zebra-Lionfish, Steinfisch, Skorpionfisch. Unseren letzten Tauchgang machten wir an der „Lobsterwall“ und entdeckten doch tatsächlich ein Zwergseepferdchen (Bargibanti), einen Oktopus und vieles mehr!

Wir beschlossen noch einen Tag auf Mabul zu bleiben, denn die Chance auf schlüpfende Schildkrötenbabys wurde immer größer. Und dann standen wir abends tatsächlich an dem Nest und sahen wie sie nach und nach aus dem Sand krabbelten. Insgesamt 88! Als absoluten Höhepunkt durften wir dann jeder 2 Schildkrötenbabys ins Leben entlassen. Ein unbeschreiblich schönes Gefühl! Hanna hatte Tränen in den Augen, als die Kleinen über den Strand ins Meer krabbelten.

Werbeanzeigen