Bandar Seri Begawan, Brunei

20. August

Brunei war wirklich faszinierend! Es ist ein sehr kleines, aber recht wohlhabendes Land im Norden Borneos. Wir sind einen Tag nach Ramadan angekommen, was leider bedeutete, dass keine Busse fuhren und wir die Moscheen nur von außen betrachten durften. Trotzdem stellten sich die zwei Tage, an denen wir dort waren, als die beste Zeit überhaupt dar!

Nachdem wir in unserem Hostel eingecheckt hatten, sollte es zur kurzen Erkundung nach draußen gehen. Brunei liegt an einem Fluß, dem Sungai Brunai, der das größte Wasserdorf der Welt mit 20.000 Menschen beherbergt. Dort wurden wir auch gleich von einem Wassertaxifahrer angequatscht.
Ricardo handelte einen super Preis aus und schon fuhren wir mit zwei anderen deutschen Reisenden, die wir am Flughafen kennengelernt hatten, den Fluß entlang zu den Wasserdörfern.
Nach einem netten Plausch lud er uns nichtsahnend zu sich nach Hause ein, das zufällig in dem Dorf war. Von außen war es ein kleines, nettes Holzhäuschen, doch beim Betreten eröffnete sich ein großes, fast pompös ausgestattetes Haus! Die Familie lud uns sogar zum Essen ein und überhäufte uns mit kleinen Küchlein und Getränken. Es schmeckte einfach fantastisch!
Uns kam die ganze Situation wie in einem Film vor und wir konnten diese Gastfreundschaft gar nicht fassen. Wir haben uns sehr nett unterhalten und zum Schluss haben noch alle Fotos gemacht.

Die Familie gab uns noch den Tipp, am nächsten Tag zum Palast des Sultans zu fahren, denn dort sei Tag der offenen Tür. So etwas lassen wir uns natürlich nicht entgehen! Es dauerte so seine Zeit bis wir im Palast waren. Doch auch dort wartete wieder eine Überraschung. Da niemand hungrig zum Sultan gehen soll, gibt es für alle Besucher ein reichhaltiges Buffet! Einfach nur lecker! Danach haben wir uns angestellt, um den Sultan und dessen Frau zu sehen und ihnen die Hand zu geben. Da diese jedoch gerade in dieser Zeit eine Mittagspause gemacht haben und wir daher noch fast 2 Stunden hätten warten müssen, gaben wir schlussendlich dann doch auf, da auch noch eine Bootsfahrt zu den Nasenaffen auf unserem Plan stand!

Und wie es der Zufall will, haben wir ein Pärchen aus unserem Hostel getroffen und konnten uns das Geld für die Fahrt auch noch teilen. Wer braucht schon eine geführte Tour für mehr als das fünffache? Es ging sodann flußaufwärts und in den Bäumen haben wir insgesamt bestimmt 10 Nasenaffen klettern sehen!

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